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Papier-Lexikon

A - F

A B C D E F

Alterungsbeständigkeit

Die Lebensdauer von Papier und Karton kann durch die Verwendung geeigneter Rohstoffe und Zusätze gesteuert werden. Sie hängt auch von chemischen und physikalischen Bedingungen (Licht, Luft, Wärme) ab, die während der Verwendungszeit auf das Papier einwirken. Unter anderem benötigt man auch einen holzfreien Zellstoff von besonderer Güte.
Bücher beispielweise sollen nach längerer Lagerzeit in Bibliotheken noch immer benutzbar sein.

Altpapier

Papier- und Kartonabfälle, die bei der Produktion oder bei der Verarbeitung anfallen, werden zur Wiederverwendung (= Recycling) an die Papierfabriken zurückgeliefert.
Die Vorstellung von einem lückenlosen Kreislauf von Alt- und Neupapier, bei dem das Altpapier der einzige Rohstoff der Papierherstellung wäre, ist nur eine Illusion. Da sich aber bei jedem Einsatz die Qualität der Fasern verschlechtert, muss ständig ein gewisses Mindestmaß an frischem Material zugefügt werden, um einen „Recycling-Kollaps“ zu vermeiden.

Ausschuss

Papier, das durch Fehler in der Papierfabrikation ausgeschieden wurde und der erneuten Herstellung von guter Ware wieder der Produktion zugeführt werden kann.


Beschichtete Papiere (und Pappen)

Werden vorwiegend dort eingesetzt, wo die natürlichen Eigenschaften des Papiers für einen bestimmten Verwendungszweck nicht ausreichen. Zur Beschichtung wird heute bevorzugt Kunststoff verwendet (früher waren es Wachs, Paraffin oder Bitumen), der im flüssigen oder pastösen Zustand auf das Papier gebracht wird. Beschichtete Papiere und Pappen sind besonders als Verpackungsmaterial für Flüssigkeiten oder feuchtigkeitsgefährdete Güter geeignet.

Bilderdruckpapier

Bilderdruckpapiere (auch Kunstdruckpapiere) sind gestrichene Papiere von 70 bis 170 g/m² (ab 170 bis 300 g/m² spricht man von Bilderdruckkartons). Bilderdruckpapiere können matt, seidenmatt oder glänzend gestrichen sein, da sie für alle Druckverfahren geeignet sind.
Es eignet sich besonders gut zum Bedrucken von Bildern, da es die Druckfarbe nicht gut aufsaugt, was dazu führt, dass die Konturen und Farbabgrenzungen (Halbtöne) genauer sind. Man kann dies am besten sehen, wenn man ein Foto eines Hochglanzmagazins mit einem Foto aus einer Tageszeitung vergleicht. Das Foto im Hochglanzmagazin sieht viel besser aus als das in der Tageszeitung.

Buchdruck

Der Buchdruck ist eines der ältesten Druckverfahren, in dem heute nur noch handwerklich sehr hochwertige Drucksachen hergestellt werden. Z. B. für Buchdruck-Karten wird Papier aus echter Baumwolle verwendet, was der Karte eine gewöhnliche Weichheit und Haptik verleiht. Beim klassischen Buchdruckverfahren, welches um 1440 von Johannes Gutenberg erfunden wurde, handelt es sich um ein Hochdruckverfahren. Der Buchdruck ist ein direktes Druckverfahren. Bildstellen der Druckform sind erhaben (hoch), sie werden eingefärbt und übertragen die Druckfarbe direkt auf das Papier.

Breitbahn

Ein Papierbogen, dessen lange Seite aus der Breite der Papierbahn geschnitten wurde. Die Laufrichtung liegt also parallel zur Schmalseite. Beispiel: 100 x 70 cm » Breitbahn (BB) oder 70 x 100 cm » Schmalbahn (SB).

Bütte

Rundes oder ovales Holzgefäß, aus dem verdünnter Faserbrei, das sogenannte Ganzzeug manuell zur Herstellung von Büttenpapier mit Hilfe eines Siebes geschöpft wird » Büttenpapier.

Büttenpapier

Ursprünglich von Hand mit einem Sieb “aus der Bütte“ geschöpftes Papier. Dabei steht der Büttenrand organisch mit der Blattbildung in Beziehung. Es entsteht der für solche Papiere typische, ungleichmäßige und verlaufende Rand handgeschöpfter Papiere. Es gibt heute auch imitierte Büttenpapiere mit gestanztem oder nicht verlaufendem Rand » Maschinenbüttenpapier.


Cellulose

Die Cellulose/Zellulose ist der wichtigste Bestandteil aller Pflanzen. Aus ihr wird der Zellstoff zur Produktion von Papier gewonnen.

Chlorfreie Papiere

Bei chlorfreien Papieren geht es nicht um den möglichen Chlorgehalt, sondern es bezieht sich auf den Bleichvorgang bei der Faserstoffherstellung.
Als chlorfrei werden Papiere bezeichnet, bei deren Faserbleiche die Abwasserbelastung reduziert wird. Der verwendete Zellstoff wird dabei ohne Chlorgas gebleicht, sondern mit Chlordioxid. Zusätzlich wird oftmals umweltorientiert, z. B. mit Wasserstoffperoxid, vorgebleicht.


Digitaldruck

Der Digitaldruck ist ein Druckverfahren, bei dem die Informationen direkt vom Computer auf das Papier gedruckt werden, ohne eine Druckvorlage zu erstellen. Dazu gehört jeder PC-Drucker und digitale Farbkopierer. Im engeren Sinne verbindet Digitaldruck die Technologie des Farbdruckers mit der Mechanik einer Druckmaschine und erreicht fast die Qualität wie farbiger Offsetdruck.


Egoutteur

Ein Egoutteur ist eine leichte Walze, die mit Siebgewebe bespannt ist. Der Egoutteur rollt auf der noch nicht verfestigten Papierbahn ab. Mit den aufgebrachten figürlichen Erhöhungen und Vertiefungen entsteht durch die Stoffverdrängung und Stoffansammlung das echte Wasserzeichen.
Wenn man ein fortlaufendes Wasserzeichen möchte, benötigt man einen speziellen Egoutteur. Mit dem Egoutteur kann man auch das gerippte Papier, das Vergé-Papier herstellen. Wenn an der Walze Rippen angebracht sind, die an den entsprechenden Stellen der Papierbahn Verdünnungen hervorrufen, entsteht das gerippte Papier. Wenn der Egoutteur glatt ist, entsteht das ungerippte, tactile Papier.

Etikettenpapier

Papier mit guten drucktechnischen Eigenschaften für die Etikettenherstellung. Ein einseitig glattes, oft vorderseitig gestrichenes, lackier- und bronzier fähiges Druckpapier, das in der Regel holzfrei, meist nassfest und vollgeleimt ist. Die Qualitätsanforderungen vom Etikettenpapier sind die Nassfestigkeit, Rollneigung, Reißfestigkeit und der Bruchwiderstand.


Falzen

Beim Falzen eines Papiers wird die Oberfläche der äußeren Seite gespannt und die der inneren Seite gestaucht. Diese Beanspruchung hat bei gestrichenen Papieren sehr oft ein Aufreißen des Striches auf der äußeren Seite des Falzes zu Folge. Solange der Falz nur unbedruckte Stellen durchquert, ist die Erscheinung soweit nicht störend. Sobald aber bedruckte Stellen oder gar bedruckte Flächen davon betroffen sind, wird ein aufgebrochener Strich sichtbar. Eine Ursache des Aufreißens kann eventuell in der falschen Laufrichtung des betreffenden Papiers liegen. Es kann aber auch möglich sein, dass die betreffenden Rillwerkzeuge bzw. die Prägetiefe der Rillnute nicht auf die zu verarbeitende Papierqualität abgestimmt wurde. Grundsätzlich sollten gestrichene Papiere ab einem Gewicht von 100g/m² aufwärts vor dem Falzen gerillt werden. Man sollte bereits bei der Planung und Gestaltung einer Drucksache darauf achten, dass der Falz möglichst nicht durch bedruckte Stellen führt.

Es ist zu empfehlen, im Voraus mit dem beabsichtigten Druckstoff Probefalzungen zu machen. Bei einer exakten Rillung sollte folgendes beachtet werden: Dicke der Rilllinie, Rillnutenbreite, Einstauchtiefe.

Feinpapier

Feinstpapiere sind die edelsten Erzeugnisse der Papierindustrie. Bei der Herstellung wird besonders Wert auf Festigkeit der Oberfläche sowie auf gute und gleichmäßige Durchsicht und sehr gute Bedruckbarkeit gelegt.

Filze

Speziell gewebte Tücher. Sie führen die Papierbahn zur Entwässerung durch die Presspartie der Papiermaschine und anschließend auch durch die Trockenpartie, wobei die Filze die feuchte Papierbahn gegen die dampfbeheizten Trockenzylinder pressen

Filzmarkierung

Markierung des Filzgewebes der Papiermaschine auf der Oberfläche des Papiers.

Filzprägung

Eine besonders markante, erwünschte Prägung, die einem Papier in der Nasspresse der Papiermaschine beigebracht wird. Es entsteht eine interessante Struktur.

Filzseite

Die Filzseite oder auch die Schönseite nennt man bei der Blattbildung die oben liegende und glattere Seite des Papiers. Die Unterseite des Papiers nennt man Siebseite.

Die bei der Blattbildung auf einer Langsiebpapiermaschine oben liegende Seite des Papiers. Dadurch entsteht eine gewisse Zweiseitigkeit. Bei Papieren, die auf Doppelsiebmaschinen hergestellt werden, ist die Zweiseitigkeit deutlich geringer. Dabei wird nach Sieboberseite und nach Siebunterseite unterschieden.

Füllstoffe

Füllstoffe sind Zusatzstoffe für die Papierherstellung. Sie füllen die Lücken zwischen den Papierfasern aus, verbessern die Opazität (Undurchsichtigkeit), die Bedruckbarkeit und auch die Glätte eines Papiers. Die Füllstoffe werden meist in Wasser geschwemmt und in der Mischbütte dem Halbstoff zugesetzt. Füllstoffe sind in der Regel Mineralstoffe wie Kaolin oder Calciumcarbonat.

G - N

G H K L M N

Gautschen

Bezeichnete ursprünglich das Ablegen des noch nassen Papierblattes vom Handsieb auf einen Filz. Heute versteht man darunter das Pressen des Papiers am Ende der Siebpartie oder auch das Verbinden noch nasser Papierbahnen durch Aufeinanderpressen, wobei die Fasern miteinander verfilzen.

Geprägte Wasserzeichen

Wasserzeichen, die hergestellt werden durch Aufpressen von Zeichen oder Muster mit Hilfe entsprechender Prägeformen unter sehr hohem Druck auf das bereits fertige oder stark entwässerte Papier.

Gestrichene Papiere

Gestrichen werden Papiere, um ihnen eine geschlossene Oberfläche zu geben, sie glänzender oder matter und besser bedruckbar zu machen. Zu diesem Zweck wird in der Streichmaschine eine Streichmasse aus Pigmenten z. B. Kreide, Stärke oder Kasein auf Streichrohpapiere aufgebacht, gleichmäßig verstrichen, getrocknet und satiniert.

Grafische Papiere

Als grafische Papiere werden alle Druck- und Schreibpapiere in Bogenformate oder Rollen, unterschieden in holzfreie und holzhaltige Papiere, bezeichnet.


Heißfolienprägung

Unter Hitzeeinwirkung wird auf dem Klischee die Farb- und Metallfolie an den entsprechenden Stellen mit dem Druckträger (Papier oder Karton) verbunden. Oft wird die Heißfolienprägung auch in Verbindung mit Prägedruck angewandt, z. B. bei Kosmetik- und Pralinenverpackungen oder auf Schmuckdosen.

Hochdruck

Der Hochdruck ist ein Druckverfahren, bei denen die druckenden Teile der Druckplatte (z. B. Buchstaben) gegenüber den nicht druckenden erhaben sind, d. h. hochstehen. Es werden nur die erhabenen Teile mit Farbe eingewalzt, sie geben diese beim Druck auf das Papier ab. Durch den Druck werden die erhabenen Teile so auf bzw. ins Papier gedrückt, dass sie als schwache Prägung auf der Rückseite fühlbar sind. Die bekanntesten Hochdruckverfahren sind der Buchdruck und der Holzschnitt. Seine frühere Anwendung fand der Hochdruck im Stempeln. Er ist das älteste Druckverfahren auch in fremden Kulturkreisen, wie China und Japan, anzutreffen.

Holzfreie Papiere

Papier, das aus gebleichtem und ungebleichtem Zellstoff hergestellt wurde und in dem verholzte Fasern (Holzschliff) enthalten sein dürfen. Dieser Zellstoff ist ein auf chemischem Weg erzeugter Holzfaserstoff. Holzfreie Papiere enthalten kein Lignin. Dadurch sind sie wesentlich haltbarer und vergilben weniger schnell.

Holzhaltige Papiere

Wird mit einem höheren Anteil von verholzten Fasern (Holzschliff) hergestellt und weist deshalb eine niedrigere Festigkeit als Papier aus Zellstoff auf. Holzhaltige Papiere vergilben rasch und haben eine geringe Alterungsbeständigkeit.


Kalander

Ein Kalander ist eine Maschine zum Glätten (Satinieren) von Papier. Ein Kalander besteht aus übereinanderliegenden, meist beheizten Stahlguss- und Papierwalzen, durch die das Papier schlangenförmig durchgeführt wird. Hierdurch wird die Beschaffenheit der Oberfläche (matt, glatt, leinen, gehämmert, usw.) erzielt.

Kaschieren

Kaschieren ist das Zusammenkleben von Teilen, also von Papieren. Papiere und Pappen können z. B. mit Aluminiumfolie oder Textilien kaschiert werden.

Kopierpapier

Ein Kopierpapier ist eine Gruppe von weißen und farbigen Spezial- und Naturpapieren, die für die thermischen, elektrostatischen und mechanischen Anforderungen in Fotokopiergeräten besonders ausgerüstet sind.


Langsiebmaschine

Papiermaschine in der die Siebpartie aus einer endlos umlaufenden flachen Siebbahn besteht, die von einer Reihe von Walzen oder Stützleisten getragen wird. Die Langsiebmaschine (erfunden 1799) ist heute die meistgebrauchte Ausführung einer Papiermaschine.

Laserdruckpapier

Ein Laserdruckpapier ist ein Naturpapier oder ein gestrichenes Papier, das im Laserdrucker verwendet wird. Wegen der besonderen Anforderungen in der Weiterverarbeitung muss es über hohe Stabilität, einen einwandfreien Schnitt und eine geregelte Feuchte verfügen.

Laufrichtung

Unter Laufrichtung versteht man die Richtung, in welcher die Papiermasse über die Maschine gelaufen ist (Faserlauf). Bei der Entwässerung auf dem Sieb richten sich die Fasern hauptsächlich in ihrer Länge parallel zur Laufrichtung aus. Die Bahnbreite ist die Rollenbreite, in der das Papier auf der Papiermaschine gearbeitet ist. Sie läuft quer zur Laufrichtung.

Leimpresse

Einrichtung an der Papiermaschine, um beiden Seiten der Papierbahn einen dünnflüssigen Leim aufzutragen. Damit wird u.a. die Festigkeit des Papiers verbessert, aber auch die Beschreib- und Bedruckbarkeit erzielt.


Magazinpapier

Das Magazinpapier (auch LWC-Papier) bezeichnet man als holzhaltiges, beidseitig gestrichenes Rollenoffsetpapier und Tiefdruckpapier. Es wird hauptsächlich für Zeitschriften, Versandhauskataloge, Infopost etc. verwendet.

Maschinengestrichenes Papier

Gestrichenes Papier (auch Kunst- oder Bilderdruckpapier) ist ein Papier, bei dem die Oberfläche mit einem Bindemittelauftrag („Strich“) veredelt ist. Als Material für den Bindemittelauftrag wird sogenannte Streichfarbe verwendet, deren Hauptbestandteil Kreide, Kaolin, Kasein oder Kunststoffdispersion sein kann. Das Papier bekommt dadurch eine geschlossene, glattere und stabilere Oberfläche, wodurch eine hohe Detailwiedergabe und bessere Qualität beim Druck erreicht wird.

Mattgestrichene Papiere

Durch matten, meist beidseitigen Strichauftrag ohne anschließende Satinage oberflächenveredeltes Papier, das einfallendes Licht bricht und daher matt wirkt. Es gibt auch glänzend und halbmatt gestrichene Papiere.


Nachhaltigkeit

Die Nachhaltigkeit ist ein Grundgesetz der Forstwirtschaft. Es beinhaltet, dass nicht mehr Holz eingeschlagen wird, als nachwächst.

Naturpapier

Allgemeine Bezeichnung für holzfreie oder holzhaltige Papiere, die im Gegensatz zu gestrichenen Papieren keine Veredelung durch einen Strichauftrag haben. Sie können auch als ungestrichene Papiere bezeichnet werden.

O - U

O P R S T U

Oberflächenleimung

Leimung, die in der Leimpresse der Papiermaschine auf die Oberfläche des Papiers aufgetragen wird. Dadurch wird die Oberfläche verfestigt, um eine bessere Bedruckbarkeit und Beschreibbarkeit zu erreichen.

Offsetdruck

Der Offsetdruck ist ein indirektes Flachdruckverfahren, das im Bücher-, Zeitungs- und Verpackungsdruck weit verbreitet ist. Dieses Verfahren ist eine Weiterentwicklung des Steindrucks und beruht auf dem unterschiedlichen Benetzungsverhalten verschiedener Stoffe. Physikalische Grundlage ist die unterschiedliche Oberflächenstruktur der Druckplatte. Die druckenden Teile der Plate sind lipophil, sie ziehen Öle an und stoßen Wasser ab, nehmen daher Farbe auf. Der nicht druckende Teil der Platte ist hydrophil, zieht also Wasser an. Die so zuvor mit Wasser benetzten Teile nehmen daher keine Farbe auf, sondern nur der lipophile, druckende Teil. Indirektes Druckverfahren und der daraus abgeleitete englische Begriff „Offset“ bedeutet, dass nicht direkt von der Druckplatte auf das Papier gedruckt wird, sondern die Farbe erst über eine weitere Walze, den Gummituchzylinder, übertragen wird.

Offsetpapier

Sammelbegriff für viele holzfreie und holzhaltige Naturpapiere sowie für ungestrichene Recyclingpapiere in satinierter oder maschinenglatter Ausführung, die im Offset verarbeitet werden.

Opazität

Ist das Fachwort für die Undurchsichtigkeit des Papiers. Diese Eigenschaft ist vor allem für grafische Papiere wichtig, die z.B. von beiden Seiten bedruckt werden sollen. Die Opazität kann dadurch erhöht werden, dass man der Papiermasse mehr Holzschliff oder Füllstoffe hinzusetzt. Dadurch entsteht gleichzeitig auch eine glattere Oberfläche.

Optische Aufheller

Optische Aufheller sind farblose Substanzen, die ultraviolette Strahlen absorbieren können und sie als unsichtbare Strahlen wieder abgeben. Durch die Zugabe solcher Substanzen kann der Weißgrad von Naturpapier und auch von gestrichenen Papieren erhöht werden.


Papier

Papier ist ein Material das vorwiegend zum Beschreiben und Bedrucken verwendet wird und größtenteils aus pflanzlichen Fasern besteht. Weitere Einsatzgebiete des Papiers sind z.B. Pappe, Karton, Hygienepapiere, Tapeten, etc. Heute wird Papier in der Regel aus Zellstoff oder Holzstoff (aus Holzschliff) hergestellt. Unter Zusatz von Hilfsstoffen wie Füllstoffe, Farbstoffe oder Leim lässt es sich zu einer Blattform verarbeiten.

Papierformate

Das Papierformat wird bestimmt durch die Breie und Länge des Papierbogens.

Papiergewicht

Als Papiergewicht bezeichnet man in der Papierindustrie die Dicke von Papier, angegeben in Gramm pro Quadratmeter.
Es gibt folgende Papiergewichte:

  • Flächengewicht = g/m²
  • Bogengewicht = g/Bogen
  • 1.000 Bogengewicht = kg/1.000 Bogen
  • Rollengewicht = kg/Rolle

Papiergravur

Bei einer Papiergravur wird die Oberfläche des Papiers in einer oder in mehreren Tiefen abgetragen, ohne dabei das Papier zu durchdringen. Mit diesem Verfahren ist es möglich, Logos, Bilder und Schriftzüge in gestochen scharfe dreidimensionale Gravuren zu übersetzten, ohne die Rückseite des GMUND Papierkartons zu verletzen. Diese Methode der Lichtbündelung trägt zehntelgenau einzelne Schichten des gewählten Materials exakt berechnet in unterschiedlichen Tiefen ab, so dass sie für Auge und Finger dreidimensional lebendig werden. Durch die flexible Steuerung und den Wegfall des klassischen Klischees bieten wir die Möglichkeit direkt ab einem Stück wirtschaftlich sinnvoll und innovativ zu veredeln. GMUND Papier ist als einziges Papier weltweit für dieses Verfahren zertifiziert. Es ist somit eine gleich bleibende Qualität und ein kontinuierliches Ergebnis für die Papiergravur garantiert.

Papiermaschine

Ist das zentrale Element jeder Papierfabrik. Auf bis zu 10 Metern Breite und bis zu 200 Metern Länge sind unter dem Sammelbegriff ‚Papiermaschine‘ sehr unterschiedliche Aggregate hintereinandergeschaltet: Stofflauflauf, Siebpartie, Pressenpartie, Trockenpartie und Aufrollung sind – bei sehr variablen Konstruktionsmöglichkeiten – die Standardelemente.

Papierprüfung

Methoden und eine Vielzahl von Vorschriften und Normen, um Papier und Karton auf Eigenschaften, Beschaffenheit, Qualität und Güte nach genau definierten und nachvollziehbaren Wegen auf speziellen Prüfgeraten und auch Probedruckgeräten (zur Prüfung der Bedruckbarkeit) zu überprüfen. Bei allen Prüfungen ist das erforderliche Prüfklima nach DIN 50 014 einzuhalten. ???

Prägung

Eine Prägung ist eine schmückende Veränderung der Papieroberfläche durch Prägewalzen.

Pulp

Bezeichnung für den aufbereiteten, produktionsfertigen Faserstoff.

Pulper

Ein Pulper ist eine Maschine (Stoffauflöser) zum Auflösen von Zellstoff, Holzstoff oder Altpapier in der Papierindustrie. Dabei wird der Stoff so stark aufgelöst, dass er pumpfähig wird und als Pulp der Verarbeitung zugeführt werden kann.


Recyclingpapiere

Recyclingpapier besteht überwiegend aus wiederverwertetem Altpapier und gilt deshalb als umweltfreundlich. Neben der Schonung der Holz-Reserven ist im Vergleich zur konventionellen Papierherstellung der Wasser- und Energieverbrach um zwei Drittel verringert. Um sie als Druckpapier nutzten zu können, wird mithilfe von Laugen, anderen Chemikalien und Druckluft die Druckfarbe des Altpapiers entfernt. Qualität und Reißfestigkeit des Papiers lässt sich durch das Beimischen neuer Fasern steigern.

Ein wichtiger ökologischer Aspekt des Recyclings ist, das Papier im Kreislauf zu halten und damit ein Anwachsen der Altpapiermengen auf Mülldeponien zu verhindern. Recyclingpapier wird auch als Kopierpapier eingesetzt Im Gegensatz zur Herstellung von Umweltschutzpapier wird das Altpapier bei der Verarbeitung zu Recyclingpapier gebleicht. Da es sehr aufwendig ist, die Farbreste aus dem Altpapier zu entfernen, ist Recyclingpapier häufig grauer als andere Papiersorten. Inzwischen gibt es allerdings auch weißes Recyclingpapier.

Refiner

Ein Refiner ist eine kegelförmige Mahlmaschine, in der die Rohstofffasern mit hoher Geschwindigkeit aufgeschlagen werden, d. h. die Rohstofffasern werden zusätzlich zerkleinert und gemahlen, sowie gequetscht und fibrilliert. Das geschieht durch Reiben der Fasern untereinander zwischen feststehenden Messern und einem Metallgehäuse. Der Refiner ist eine Weiterentwicklung des Holländers.

Ries

Ein Ries ist eine aus dem arabischen Wort „rizma“ abgeleitete Mengeneinheit bzw. Messgröße für Formatpapiere. Es bezeichnet die variable Menge von Papierbogen („Blatt“), die in Ries-Einschlagpapier verpackt werden. Diese Verpackungsart wird auch als geriest bezeichnet. z. B. 1 Ries A4 Papier mit 80 g/m² = 500 Bogen

Rundsiebmaschinen

Eine Rundsiebmaschine arbeitet mit Siebzylindern. Die Rundsiebe rotieren meist in Faserbrei gefüllten Trögen. Dabei setzt sich der Papierstoff auf dem Sieb ab und das Wasser läuft nach innen ab. Das so gebildete Papierblatt wird dann mit einer Filzbahn vom Rundsieb abgehoben. Rundsiebmaschinen haben den Vorteil, dass sich mehrere Zylinder so hintereinander aufstellen lassen, dass mehrere Papierbahnen nass zusammengeführt und zu einer stärkeren Bahn vereinigt werden können. Deshalb setzt man sie vorwiegend zur Herstellung von Karton oder Pappen ein. Rundsiebmaschinen werden auch zur Herstellung von Wertschriften- und Banknotenpapieren eingesetzt. Auf diesen Maschinen können natürlich echte Wasserzeichen hergestellt werden.

Rupffestigkeit

Wichtige Voraussetzung für Papiere, die im Offset bedruckt werden.


Säurefreie Papiere

Ein säurefreies Papier darf keine Säure und auch keine Restchemikalien enthalten, die Säure produzieren. Es muss folgende Kriterien erfüllen: Das Naturpapier muss aus 100% gebleichtem Zellstoff - ohne verholzte Fasern - hergestellt sein, einen pH-Wert von 7,5 - 9 aufweisen und einen Calciumcarbonat-Anteil von mindestens 3% enthalten. Wenn von einem Papier Alterungsbeständigkeit verlangt wird, sind solche Papiere zu bevorzugen.

Satiniert

Satinieren ist das Glätten der Oberfläche eines Papiers. Dies erfolgt nach der Herstellung in einem Kalander und dadurch ergibt sich die gewünschte Oberflächenprägung. Das Papier läuft über mehrere Walzenpaare, die durch Walzen verschiedener Härte und Materialien gebildet werden. Der hierdurch bewirkte „Bügeleffekt“ verleiht dem Papier mehr Glanz und Glätte.

Schmalbahn

Fachbezeichnung für den Faserlauf (Laufrichtung) innerhalb eines Papiers. Bei der Schmalbahn verlaufen die Fasern parallel zur größeren Seite.

Schreibpapier

Ein Schreibpapier ist ein weißes oder auch farbiges holzfreies oder holzhaltiges Papier mit einer Oberflächenleimung. In der Regel ist es ein satiniertes und tintenfestes Papier in unterschiedlichen Qualitäten. Ein Schreibpapier wird für Schreibformulare aber auch für hochwertiges Büropapier für Journale und Dokumente verwendet.

Sieb

Aus Drähten oder Kunststoff gewobenes Metalltuch. Dieses dient als endlose Bahn einer Langsiebpapiermaschine der Blattbildung und Entwässerung der Fasersuspension, die vom Stoffauflauf aufgebracht wird.

Siebdruck

Der Siebdruck ein seit etwa 1940 entwickeltes Schablonendruckverfahren, das für flächig wirkende Grafiken eingesetzt und auf vielen Materialien, z. B. Papier, Blech, Glas, Textilien, etc. angewendet werden kann. Die Farbe wird durch ein Sieb gedrückt, auf dem die nicht druckenden Stellen durch Schablonen abgedeckt sind.

Siebpartie

Die Siebpartie einer Langsiebpapiermaschine besteht aus dem Stoffauflauf, verschiedenen Entwässerungselementen wie Streichleisten und Unterdrucksaugern sowie gegebenenfalls einem Egoutteur. Nach der Verdünnung und Sortierung der Faserstoffsuspension im Konstantteil, muss die Suspension nun gleichmäßig in Papierbahnbreite dem Blattbildungsteil (der Siebpartie) zugeführt werden. Dies ist die Aufgabe des Stoffauflaufs. Die Entwässerungselemente dienen der Entfernung des Suspensionswassers. Der Egoutteur ist für die Herstellung einer gleichmäßigen Oberfläche mit feiner Struktur verantwortlich. Nach der Siebpartie liegt ein Trockengehalt von bis zu 24% vor.

Siebseite

Die Siebseite ist die Seite des Papiers, die bei der Blattbildung in der Papiermaschine auf dem Sieb aufliegt. Sie ist vor allem bei Faserstoffen mit niedriger Qualität am leichten Abdruck des Metallgewebes auf der Papieroberfläche zu erkennen. Die vom Sieb abgewandte Seite des Papiers wird als „Schönseite“ bezeichnet, weil sie eine glattere Oberfläche hat.

Stahlstich

Beim Stahlstich handelt sich um eine aufwändige Veredelung mit einem exklusiven Ergebnis und einem ertastbaren Unterschied, welches nur noch selten und für hochwertige Drucksachen eingesetzt wird. Der Stahlstich ist ein Tiefdruckverfahren, welches sich im 19. Jahrhundert schnell verbreitet hat. Beim Tiefdruck liegen die druckenden Stellen tiefer in der Druckform als die nichtdruckenden Stellen. Die gesamte Druckform wird eingefärbt und ihre Oberfläche vor dem Druck mit einer Rakel von der überflüssigen Farbe gereinigt. Es verbleibt nur Farbe in den Vertiefungen (druckenden Stellen), die durch starken Anpressdruck und die Adhäsionskräfte (= Anziehungskräfte) zwischen Farbe und Papieroberfläche auf das Papier übertragen wird. Das Druckmuster drückt sich auf die Rückseite durch und ist somit gut seh- und fühlbar.

Stanzung

Mit einem Messerstempel wird durch Hammerschlag oder Presse eine Form aus dem Werkstoff gestanzt (herausgeschnitten).

Stoffaufbereitung

Unter Stoffaufbereitung versteht man die Bearbeitung von Fasern sowie das Mischen von Faserstoffen und Zusätzen im gewünschten Verhältnis entsprechender Papierqualität, die auf der Papiermaschine produziert wird.

Stoffauflauf

Der Stoffauflauf ist ein wichtiger Teil der Papiermaschine. Er führt die jeweils richtige Faserstoffmenge für die definierte Papierstärke dem Endlossieb in ganzer Maschinenbreite gleichmäßig zu.


Text und Cover Papiere

Die Definition „Text-und-Cover-Papiere“ kommt aus dem US-Amerikanischen und steht für hochwertige ungestrichene Feinstpapiere von ca. 100 – 320 g/m². Sie zeichnen sich meist durch filzmarkierte oder geprägte exklusive Oberflächenstrukturen aus.

Tiefdruck

Der Tiefdruck ist ein Druckverfahren, bei dem die Druckelemente durch Gravieren, Stechen, Eindrücken oder Ätzen in die Oberfläche der Druckform vertieft werden. Typisch für den Tiefdruck ist, dass die Teile der Druckplatte, die die Farbe annehmen sollen, immer tief liegen und dass die Druckplatte immer aus einem Stück (Platte oder Zylinder) besteht. Je nach angewendeter Technik wird diese von Hand bearbeitet oder geätzt. Beim Einfärben der Druckform fließt die Farbe in die Vertiefungen. Von den hoch liegenden Teilen, die nicht drucken sollen, wird die Farbe abgewischt (abgerakelt). Beim Druckvorgang saugt das Papier die Farbe aus den Näpfchen heraus.

Tiefdruckpapier

Tiefdruckpapiere sind geeignet für den besonders farbintensiven Tiefdruck. Meist holzhaltig, gestrichen oder ungestrichen. Bei hoher Druckgeschwindigkeit kann es die Farbe aus den Rasternäpfchen aufnehmen. Es muss deshalb sehr gleichmäßig gearbeitet, hochsatiniert, geschmeidig aber zugfest, saugfähig aber nicht staubend sein und auch bei 60 g/qm gut decken.

Transparentpapiere

Transparentpapier ist ein Sammelbegriff für lichtdurchlässiges, gleichmäßiges und durchscheinendes Papier. Dies wird erreicht durch sehr schmierige Mahlung bei ausschließlicher Verwendung von Langfasserzellstoff, um die notwendige Festigkeit zu erhalten. Durch eine zusätzliche Oberflächenleimung ist das transparente Papier besser beschreibbar, radierfest und dimensionsstabil.

Trockenpartie

Die Trockenpartie ist ein Bestandteil der Papiermaschine. Nach mechanischer Entfernung des Wassers aus der Papierbahn in der Pressenpartie erfolgt in der Trockenpartie eine weitere Entwässerung durch Wärmeeinwirkung, indem die endlose Papierbahn mithilfe von Filzen um mehrere erhitzte Walzen geführt wird. Es wird weiter Wasser entzogen und die Papierbahn verfestigt sich.

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V W Z

Umweltzeichen

Ein Umweltzeichen markiert Produkte und Dienstleistungen, die innerhalb einer Produktgruppe bezüglich einzelner Merkmale umweltfreundlicher sind als andere. Umweltzeichen sind freiwillig und werden von verschiedenen Institutionen, Verbänden oder unabhängigen Prüfinstituten vergeben.


Veredelung / Veredeltes Papier

Durch Zusatzstoffe in der Papiermasse oder durch eine Oberflächenbehandlung wird das Papier für spezielle Einsatzzwecke aufbereitet, z. B. nassfestes Papier, beschichtetes Papier, geschrichenes Papier.

Volumen von Papier

Volumen ist die Raumgröße des Papierquerschnittes im Verhältnis zum spezifischen Papiergewicht. Es ist das Verhältnis der Papierdicke zu seinem Flächengewicht.

Vorsatzpapier

Unter Vorsatzpapier versteht man die vor- und nachgehefteten Blätter eines Buches.


Wasserzeichen

Ein Wasserzeichen ist ein Merkmal für Papiere mit besonderer Qualität. Papiere mit Wasserzeichen sind schon seit Ende des 13. Jh. bekannt. Vor 1800 wurden sie auch Papierzeichen genannt. Das Wasserzeichen ist eine ins Papier eingebrachte und durchscheinende Figur, Zeichnung, Muster oder auch Buchstaben. Diese etwas dünneren Papierstellen können auf verschiedene Art erzeugt werden. Meist sind es Drähte, die auf das Schöpfsieb bzw. das Rundsieb der Papiermaschine aufgenäht oder aufgelötet werden. Sie können auch durch Stempel ins noch feuchte Papier oder durch Prägung im fertigen Papier angebracht sein. Aufwendiger sind die „Schattenwasserzeichen“, bei denen es sowohl dickere als auch dünnere Stellen im Papier gibt. Sehr viele abendländische Papiere weisen Wasserzeichen auf. Sie sind ein wichtiges Hilfsmittel bei der Datierung oder der Untersuchung echter und gefälschter Ausgaben.

  • Echte Wasserzeichen entstehen durch Verdrängung oder Anreicherung der Fasermasse schon in der Siebpartie mithilfe einer Wasserzeichenwalze (= Egoutteur).
  • Halbechte Wasserzeichen werden nach dem Verlassen der Siebpartie in das immer noch nasse Papier durch eine Walze eingeprägt.
  • Unechte Wasserzeichen entstehen außerhalb der Papiermaschine durch Bedrucken oder Prägen.

Zeitungsdruckpapier

Zeitungsdruckpapier ist eine Papierart, die sich durch eine kurze Lebensdauer (10 bis 50 Jahre, bei guter Lagerung auch länger) und geringe Wetterbeständigkeit auszeichnet (eine Eigenschaft, die bei Büchern nicht besonders geachtet ist). Dahingegen ist es vergleichsweise kostengünstig und hat gute Druckeigenschaften wie zum Beispiel einen hohen Grad an Farbechte. Außerdem ist es sehr leicht, gut falt- und handhabbar. Es wird meistens aus recycelten Altpapier hergestellt. Das heute verwendete Zeitungsdruckpapier dient schon seit mehr als 100 Jahren als Grundlage für Tages- und Wochenzeitungen, nicht aber für Zeitschriften, an deren Papier andere Anforderungen gestellt sind.

Zellstoff

Als Zellstoff bezeichnet man die beim chemischen Aufschluss von Pflanzenfasern entstehende faserige Masse, die vorwiegend aus Zellulose besteht. Zellstoff ist neben dem Holzschliff ein wichtiger Rohstoff der Papierherstellung. Die Zellwände der Pflanzen bestehen aus diesem Faserstoff. Im Holz ist die Zellulose mit Lignin und anderen Bestandteilen der Zellwand verbunden.

Zellulose

Die Zellulose ist der wichtigste Bestandteil aller Pflanzen. Aus ihr wird der Zellstoff gewonnen.

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